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Gedenkstätte Esterwegen

10er Fahrt zu der Gedenkstätte in Esterwegen

Die Gedenkstätte Esterwegen

Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort in dem Landkreis Emsland, der an alle 15 Emslandlager und an deren Opfer erinnert. Sie wurde 2011 mithilfe von Architekten neu errichtet. Die Gedenkstätte wurde selbstverständlich erbaut, um die Opfer trotzdessen in Ehren zu halten und um dafür zu sorgen, dass sie nie in Vergessenheit geraten, jedoch auch dafür, damit die Möglichkeit besteht sich mit dem Thema der Konzentrationslager besser auseinander setzen zu können, da man - sobald man sich vor Ort befindet - den Schmerz und das Leiden der damaligen Gefangen besser nachempfinden konnte und sich somit einen besseren Eindruck machen konnte. Die Gedenkstätte hat wenige Erinnerungsstücke aus der Zeit des Nationalsozialismus, da man die Leiden der Opfer niemals so darstellen konnte wie es in Wirklichkeit war. Stattdessen wurden die Baracken, in denen die Insassen des Konzentrationslagers lebten, mithilfe der Bepflanzung durch Bäume maßstabsgetreu nachgestellt. Dort, wo sich die Gefangen aufgehalten haben, um sich der Arbeit zu unterziehen, wurde Lavastein ausgebreitet, um die von Negativität geprägten Gefühle der Gefangenen zusätzlich zu unterstreichen. Allerdings ist der Lavastein desweiteren auch dafür bekannt, dass er Willenskraft ausdrückt, welche die Gefangen aufweisen mussten, um den harten Kampf inmitten des Nationalsozialismus zu überleben. Im Gegensatz zu dem Bereich der Gefangenen wurde das Gebiet der Wachen mit positiven Gefühlen gestaltet, wie beispielsweise durch Gras, um zu verdeutlichen, dass sie im Widerspruch zu den Insassen nicht unter den Ausbeutungen und Beschwerden litten.

Die Rundführung durch die Gedenkstätte

Als wir am 09.11.2017 gegen 08:45 Uhr an der Gedenkstätte Esterwegen eintrafen, wurden wir zunächst sehr freundlich empfangen und uns wurde eine kurze Zeit zur Verfügung gestellt, um den Vorraum begutachten zu können, und die bedrückende Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Anfänglich wurden wir in zwei Gruppen unterteilt, damit wir alle dieselben Möglichkeiten bekamen uns konzentriert mit den anliegenden Themen zu beschäftigen. Als Nächstes wurde uns ein Vortrag von einem ehemaligen Lehrer einer Oberschule in Esterwegen gehalten, dessen Name Herr Scheidt lautete. Wir wurden während des Vortrags über die allgemeinen und wichtigsten Informationen des Konzentrationslager aufgeklärt und durften uns zusätzlich noch einen passenden Film dazu anschauen. Unter anderem haben wir uns auch mit dem Lied "Die Moorsoldaten" beschäftigt, und haben dieses kurz analysiert. Desweiteren haben wir uns in das Außengelände begeben und wurden dort von Herrn Scheidt herumgeführt und alles sehr ausführlich erklärt, ebenfalls hatten wir aber auch selber die Möglichkeit uns die Rückstände anzuschauen, und diese auf uns wirken zu lassen. Greifbar wurden ebenfalls die nachgestellten Baracken gezeigt, sowie die übrig geblieben Teile der damaligen "Straße" zwischen den Baracken.

Der Rundgang war für jeden emotional sehr bedrückend und wir gingen daraufhin zurück in das Gebäude, um dort mithilfe einer Partnerarbeit in einem separaten Raum mehr über die Gefangen an sich zu erfahren. Dort haben wir einen Zettel bekommen, auf dem Aufgaben standen, die wir mit der Anlehnung der Informationen in dem Raum bewältigt haben und dadurch viel über verschiedene Gefangene erfahren haben.

Im Großen und Ganzen hat der Ausflug in die Gedenkstätte von Esterwegen uns alle sehr informativ beeinflusst und uns ebenfalls zum Nachdenken angeregt. Wir sind sehr froh und ebenso dankbar, dass wir an der Rundführung teilhaben durften und uns diese Gelegenheit zur Verfügung gestellt wurde.

Bericht: Joy Surmann