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Berufspraktikum der 9er

Elias Schulz neben einem selbst gefertigten Tisch, auf dem eine Bohrmaschine montiert werden soll.Praktikumsbetrieb war das Maschinenbauunternehmen Hormes in EssenElias Schulz neben einem selbst gefertigten Tisch, auf dem eine Bohrmaschine montiert werden soll. Praktikumsbetrieb war das Maschinenbauunternehmen Hormes in Essen

Realschüler genossen abwechslungsreiches Betriebspraktikum

 

80 Mädchen und Jungen der neunten Klassen der St.-Ludgeri-Realschule tauschten nach den Osterferien für drei Wochen ihre Klassenräume mit betrieblichen Arbeitsplätzen, um vor Ort mehr über den Beruf ihrer Neigungen zu erfahren und vielleicht auch schon mal die persönliche Eignung und Ausdauer in einem realen Sieben- bis Achtstundentag zu testen. 

Die meisten wählten eine Stelle in der Nähe ihres Wohnortes, einige zeigten sich weit mobiler und fanden den gewünschten Praktikumsplatz in benachbarten Kreisen und Kommunen.

Fast 40 % der Praktikanten, und damit weit mehr als noch vor wenigen Jahren, bevorzugten das Handwerk bzw. technische Berufe in der Industrie. Die Mädchen favorisierten bei ihrer Wahl Berufe in den Bereichen Erziehung und Gesundheit/Pflege. Aber auch Stellen in Büro und Verwaltung sowie in der Gastronomie waren unter den Praktikumsberufen vertreten. 

Bei den Besuchen durch die betreuenden Lehrer äußerten sich fast alle Schülerinnen und Schüler begeistert über die Aufnahme und Betreuung durch die Mitarbeiter sowie über ihr in der Regel mehrfach wechselndes Einsatzfeld, wenngleich sich einige überrascht zeigten vom gelegentlich sehr frühen Arbeitsbeginn oder dass man sie zu Baustellen im Umkreis von 70 km mitnahm. 

Alle genossen die Abwechslung vom Schulalltag, auch wenn sich nach dem ungewohnt langen bzw. anstrengenden Arbeitstag nicht wenige „echt geschlaucht und müde“ fühlten.

Aber auch auf Seiten der Praktikumsbetriebe war man zumeist sehr angetan vom Einsatzwillen und Interesse der Praktikanten. Gelobt wurden besonders Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit sowie selbständiges Arbeiten nach kurzer Anleitung, alles „Dinge, die heute nicht mehr selbstverständlich sind“, hieß es nicht selten von Betreuerseite. Einige Schüler erhielten nach Abschluss des Praktikums sogar das Angebot, bereits in diesem oder im nächsten Jahr in den entsprechenden Betrieben eine Ausbildung zu beginnen.

Für manche Betriebe war es allerdings nicht einfach, die Schüler drei Wochen lang intensiv zu beschäftigen und zu betreuen. Dort würde man ein 14tägiges Praktikum für ausreichend halten und dafür das fünftägige Praktikum in Klasse 10 lieber um eine Woche verlängert sehen.

Nach Abschluss des Praktikums werden die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen jetzt im Fach Wirtschaft ausgetauscht und ausgewertet.

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Realschüler genießen Abwechslung im Praktikum

Löningen(ro) 78 Mädchen und Jungen der neunten Klassen der St.-Ludgeri-Realschule verbringen die Zeit vor den Osterferien nicht in ihren gewohnten Klassenräumen sondern an betrieblichen Arbeitsplätzen, um vor Ort mehr über den Beruf ihrer Neigungen zu erfahren und vielleicht auch schon mal die persönliche Eignung und Ausdauer in einem realen Sieben- bis Achtstundentag zu testen.

Die meisten wählten eine Stelle in der Nähe ihres Wohnortes, andere - rund 30 Prozent - zeigten sich weit mobiler und fanden den gewünschten Praktikumsplatz in benachbarten Kreisen und Kommunen. Eine Pferdeliebhaberin verschlug es gar bis ins westfälische Warendorf, wo sie im deutschen Pferdeleistungszentrum als Bereiterin auch auf geballte nationale und internationale Reiterprominenz trifft.

Gut ein Drittel der Praktikanten, und damit weit mehr als noch vor wenigen Jahren, bevorzugt das Handwerk, unter ihnen auch eine Reihe von Mädchen, bei denen ansonsten aber der Beruf der Erzieherin weiterhin ganz oben steht. Zwei von den 14 Praktikumsplätzen in den Kindergärten der Umgebung nehmen erstmals Jungen ein. Stellen in Büro und Verwaltung sind ebenfalls sehr begehrt, aber auch für kreative Dienstleistungen wie Grafik, Mediengestaltung, Architektur oder Fotografie fanden sich Interessenten.

Bei den Besuchen durch die betreuenden Lehrer äußerten sich fast alle Schülerinnen und Schüler begeistert über die Aufnahme und Betreuung durch die Mitarbeiter sowie über ihr in der Regel mehrfach wechselndes Einsatzfeld, wenngleich sich einige überrascht zeigten vom gelegentlich sehr frühen Arbeitsbeginn oder dass man sie zu bis zu 70 km von Löningen entfernten Baustellen mitnahm.

Alle genießen die Abwechslung vom Schulalltag, auch wenn sich nach dem ungewohnt langen bzw. anstrengenden Arbeitstag nicht wenige „echt geschlaucht und müde“ fühlen.

Aber auch auf Seiten der Praktikumsbetriebe ist man zumeist sehr angetan vom Einsatzwillen und Interesse der Praktikanten. Gelobt wurden besonders Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit sowie selbständiges Arbeiten nach kurzer Anleitung, alles „Dinge, die heute nicht mehr selbstverständlich sind“, hieß es nicht selten von Betreuerseite. 

Das insgesamt dreiwöchige Praktikum endet am kommenden Freitag. Nach den Osterferien werden die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen dann im Fach Wirtschaft ausgetauscht und ausgewertet.

1 (Foto Jens Lüken)

Marvin Lüken schneidet mit einer speziellen Hebelschere Führungsschienen für Steuerungskästen, die für den asiatischen Markt bestimmt sind. (epm-Elektrotechnik, Löningen)

2a (ro)

Mädchen im „Männerberuf“: Sally Overlander hilft bei Pflasterarbeiten rund um die neue Skaterbahn-Anlage in Cloppenburg (Landschaftsbau Stegemann, Löningen