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Klassenfahrt Berlin

Als es hieß, wir fahren nach Berlin, war die Begeisterung so klein, vergleichbar mit einer Ameise. Zitat eines Schülers: „Berlin, kennt jeder, das ist langweilig, generell will man raus aus Deutschland.“ Doch als wir um kurz nach acht, als alle Schüler Mama noch ein Küsschen gegeben haben, aus Löningen losgefahren sind, hatten wir mehr Lust auf Berlin als anfangs gedacht. Die Busfahrt war sehr entspannt; es wurde geschlafen, gegessen, Musik gehört und sich unterhalten. Auf dem ersten Rastplatz, die als Pinkelpause genutzt wurde, gab es eine kleine Auseinandersetzung mit dem Toilettenputzer. Denn dieser verlangte nur von den Mädchen 50 Cent für die Toilettennutzung. So kam es, dass viele in den Busch gegangen sind, da kommt das Dorfkind wieder raus.Nach einer sechsstündigen Fahrt sind wir dann angekommen. In Berlin hieß es dann nicht „Gute Nacht“, sondern „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda – MAMA LAUDA“.  Als wir im Aletto Hostel angekommen sind, war die „Berlin ist kacke-Einstellung“ wie weggeblasen, denn wir hatten ein Mega-Zimmer. Das Hotel (Aletto) liegt direkt am Ku'damm (Kurfürstendamm) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, was eine für uns ideale Lage war inmitten vieler Geschäfte und Gastronomie. Wer dachte, dass die Abschlussfahrt nur Chillen und Shoppen bedeutet, der liegt falsch. Das bedeutet aber nicht, dass wir keine lustigen und interessanten so wie lehrreichen Tage hatten. Wir hatten am Montag kurz Zeit unser Zimmer einzurichten und sind danach direkt zum Fernsehturm gefahren, von dort oben konnte man den Ausblick über Berlin genießen, bevor man dann in seiner Gruppe den Tag hat ausklingen lassen.

Um 17.45 Uhr ging es mit unserem super Busfahrer weiter zum Berliner Fernsehturm auf die Aussichtsetage. Für gewisse Schüler war jedoch das richtige Einschieben der Karte in den Scanner ein großes Problem, so dass sich sogar die Angestellten darüber lustig gemacht haben. Als wir dann vom Alexanderplatz zum Hostel gefahren sind, hieß es dann Essen. Aufgrund der perfekten Lage unseres Hostels konnten wir alles problemlos zu Fuß erreichen. Zum Beispiel McDonalds oder KFC oder Jim Block, etc. waren keine 200 m von uns entfernt, Da in Berlin viele YouTuber leben, haben viele Schüler ständig nach YouTubern Ausschau gehalten, so dass es nicht lange gedauert hat, bis wir einige getroffen haben, wie z.B. das Fernsehteam von "Auf Streife" oder Comedian Tutti Tran und weitere YouTuber. Am Dienstag mussten wir früh aufstehen, denn nach unserem tollen, nährreichen Frühstück mit Croissants und Donuts hatten wir um 09.00 Uhr eine Stadtrundfahrt in unserem Doppeldeckerbus. Durch unsere Stadtführerin haben wir wieder Mal gemerkt, dass Berlin doch gar nicht so langweilig ist wie wir anfangs dachten. Um 11.30 Uhr ging es für uns weiter in eine Führung durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen, bei der wir anfangs dachten, boah wie langweilig, doch das war es auf keinen Fall. Durch einen echten Zeitzeugen, der uns das alte Stasigefängnis auf eine respektvolle und interessante Art sehr detailliert näher gebracht hat. Da die Temperatur alle fünf Tage lang durchschnittlich 32 Grad betrug, waren wir froh um 15.00 Uhr im Museum Story of Berlin zu sein, denn dort war es kühl und wir konnten die Geschichte mit sehr gut dargestellten Räumen näher kennenlernen und es nicht nur auf Bildern sehen, sondern auch anfassen. Direkt nach dem Museum hatten wir die Bunkerführung im alten Atomschutzbunker, in dem wir erklärt bekommen haben, wie es damals abgelaufen wäre und wie die Umstände gewesen wären. Durch originale „Betten“ und original erhaltene Waschkammern war alles leicht zu verstehen und sehr interessant. Da die Führung um 16.30 Uhr zu Ende war, hatten wir danach genug Freizeit, um ausgiebig shoppen zu gehen. Wenn wir grade keinen Programmpunkt zu erkunden hatten, durften wir zu dritt in die Stadt oder einfach im Hotel zb. auf der Dachterrasse entspannen.
Erst um 23.00 Uhr mussten wir zurück im Hostel sein und konnten in Dreiergruppen auch mit der U-Bahn und S-Bahn durch ganz Berlin fahren, was aber für viele von uns ein großes Problem war. In der Freizeit wurden z. B. Spiele gespielt wie „ für jeden, zu dem du Moin sagst und du ein Moin, Hallo, etc. zurück bekommst, gibt es einen Punkt“. Wer dann am Ende des Tages am meisten Punkte hatte, durfte dann zum Beispiel als erstes duschen. Oftmals saßen wir noch etwas länger auf der Dachterrasse, was uns dann am Morgen nicht zu Gute kam. Es führte eher zu akuter Müdigkeit.

Mittwoch hatten wir dann einen langen Aufenthalt in Freizeit-/Filmpark Barbelsberg, wo wir zum Beispiel das Set von GZSZ oder das 4D-Kino besucht haben. Einige Schüler und Lehrer haben ein Foto mit dem Sandmännchen gemacht. Um 18.00 Uhr hatten wir dann eine interessante Führung durch die Berliner Unterwelten, die uns durch einen super Guide näher gebracht wurden, da der ehemalige Bunker gut erhalten ist und durch einige Elemente getreu dargestellt ist, konnte man vieles super erkennen.

Falls einige Schüler in Berlin noch keinen Star getroffen haben, hatten sie am Donnerstag im Madame Tussauds die Chance dazu. In der nachfolgenden Mittagspause haben wir am Brandenburger Tor Fotos gemacht, danach haben einige Gruppen wieder Spiele gespielt, z.B. „ Wenn ich du wäre“, bei dem sie fremde Leute ansprechen mussten. Ebenfalls konnte keiner in der Stadt uns beantworten, was ein Güllefass ist. Später ging es dann in den Berliner Dungeon, in dem wir einen perfekten Mix aus Witz und Grusel hatten. Danach ging es weiter zur Schifffahrt auf der Spree, bei der wir eine kühle Apfelschorle getrunken haben. Am Abend wir etwas länger auf der Dachterrasse gefeiert, da Linus 16 Jahre alt geworden ist. Auf der Dachterrasse haben wir dann die tolle Berliner Luft genossen und Eistee getrunken. Bevor es dann am Freitag zurück nach Löningen ging, haben wir noch einen Abstecher zum Check Point Charly gemacht. Leider sind nicht alle Koffer zurück mit nach Löningen gekommen, da durch ein Kommunikationsproblem Linus´ Koffer den Fahrstuhl wohl schöner fand. Alle Schüler und Lehrer hatten durch einige Fahrstuhlstreiche viel Spaß. Wir bedanken uns für die tolle Klassenfahrt. Die Abschlussfahrt hat nicht nur die Klassengemeinschaft gestärkt, sondern ebenfalls die Gemeinschaft im ganzen Jahrgang.