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Gegen das Vergessen - Besuch in Esterwegen

10er Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen

Als wir am Freitag den 11.11.2016 die Gedenkstätte in Esterwegen besuchen durften, waren alle sehr angetan, da wir am Vortag einen Vortrag von Erna de Vries (einer Zeitzeugin) gehört haben. Die 93jährige lebte in der NS-Zeit mit ihrer Mutter und ihrem früh verstorbenen Vater in Kaiserslautern. Sie selbst war im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und später dann in Ravensburg. Nach der Räumung des KZ Ravensburg, schleppte sie sich beim Todesmarsch der Insassinnen bis Mecklenburg, wo sie dann von alliierten Soldaten befreit wurde. 1943 hat sie den Auftrag Ihrer Mutter bekommen, der Menschheit zu erzählen, was damals mit ihnen passiert ist, so berichtet sie seit fast 20 Jahren von dem Geschehnis. (siehe Bericht „Erna de Vries – eine Zeitzeugin berichtet)

Die Gedenkstätte Esterwegen liegt im Ort Esterwegen im Landkreis Emsland. Es dient als Erinnerung an die 15 Emslandlager. Diese wurde nach dem Krieg als „Verkaufszentrum“ genutzt. Hier wurden Reste von den Baracken, Möbeln usw. verkauft.

Im Jahre 2011 wurde die Gedenkstätte von Architekten neu errichtet, modern und in Gedenken an die Opfer wurde diese gestaltet. Nach Originalmaßen wurden die Baracken durch Bepflanzungen angedeutet, da man das Gefühl, das Leiden und den Schmerz nicht nachstellen kann. Das Neuerbaute würde niemals so aussehen oder erlebbar sein, wie es damals war.

Der Bereich der Gefangenen wurde durch Lavasteine dargestellt, damit wurde das Leiden, die harte Arbeit und das Gefangensein gekennzeichnet. Parallel dazu wurde der Bereich der Wachen farbenfroh mit grünem Gras ausgelegt, da es ihnen gut ging, denn sie hatten ein Schwimmbad, in dem Sinne auch nichts zu bemängeln, ihnen fehlte es an nichts.

Wir wurden durch die gesamte Gedenkstätte geführt. Erst wurden wir über allgemeine Dinge aufgeklärt, hörten unter anderem das Lied „Der Moorsoldaten“ und schauten einen Film, der speziell über den Aufenthalt im esterwegischen Konzentrationslager ging. Schließlich begaben wir uns in die praktische Gruppenarbeit und informierten uns über Häftlinge aus dem KZ. Insbesondere sollten wir in Partnerarbeit Antworten auf Fragen zu einer bestimmten Person recherchieren. Anschließend wurde der Außenbereich der Gedenkstätte erforscht. Uns wurde viel über den Platz des KZ nahegelegt. Auf dem heutigen Zustand der ehemaligen Lagerstraße, wurden wir durch das Haupttor des KZ geführt. Nach der Besichtigung machten wir uns bedrückt und nachdenklich wieder auf den Rückweg nach Löningen.

Es war ein sehr informativer Aufenthalt in der Gedenkstätte, man konnte sich reelle Einblicke über das Leben damals verschaffen.

Wir danken unserem Klassenlehrer Herrn Peters und dem begleitenden Lehrer Herrn Rolfes, dass sie uns diese Fahrt ermöglichten.

Maike Rolfes & Maria Witischenko
Klasse 10c